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CHIRON: Die Legende des verwundeten Heilers

Aktualisiert: 7. Juni 2019



Meine Allerliebsten,


heute liegt mir ein Thema am Herzen, das viel mit Selbstannahme und Heilung zu tun hat.


Hierzu existiert eine wunderschöne Sage, eine mythologische Geschichte zu Chiron, die uns zeigt, wie Chiron durch die in seiner Kindheit erfahrene Ablehnung seiner Eltern, selbst zum Heiler wurde. Apollo wurde Chirons Ziehvater, von dem er viel über die Kunst des Heilens erlernte. Indem Chiron sein Wissen über die Heilkunst anwandte, um Menschen zu helfen und sie zu heilen, half und heilte er sich selbst. Chiron ist ein Kentaur / Zentaur - halb Mensch, halb Pferd. Bekannter ist er als Sternbild unter dem Zeichen: Schütze.


Chiron finden wir ebenso unserem Horoskop-Bild wieder. Der nachfolgend geschriebene Blog von Osira erzählt die Geschichte bzw. die Sage Chirons sehr klar und aufschlussreich, wie ich finde. Und obwohl diese mythologische Geschichte allen gleichsam helfen kann, werden sich viele, die als Therapeuten/innen, spirituelle Berater/innen, Heilpraktiker/innen, Coaches - und in sonstigen Heilberufen tätig sind, ganz besonders darin wiederfinden.


Sprich: "Du hast die Gabe anderen Menschen helfen zu können, weil Du durch eigene Erfahrungen, die Wunden anderer gänzlich nachvollziehen kannst, und weißt, wo Du bei ihnen ansetzen musst und kannst, um sie von ihrem Leid zu befreien."


FAZIT: Wenn wir alle zu Heilern werden, würden wir nicht nur andere, wir uns gegenseitig und uns selbst heilen - das Ergebnis allen Heilens wäre: DIE LIEBE


Wünsche Euch beim Lesen viele schöne Schlüsselerlebnisse.


Eure


SENSITIVA



Chiron - Der verwundete Heiler von Bloggerin OSIRA

Es gibt wohl kaum eine geheimnisvollere Figur in der Astrologie als Chiron. Er galt als großer Lehrer und Heiler, als Weiser und Prophet, ein Halbgott, der zu Lebzeiten unsterblich war. Könige vertrauten ihm ihre Söhne an. Viele Mythen und Geschichten ranken sich um ihn, der die großen Helden erzog, wie Achilles, Jason, Asklepios und Herakles.


Er wurde 1977 entdeckt, und brachte damit die alternativen Heilweisen ins Bewusstsein der Menschen. Chirons Mythologie ist komplex und ebenso faszinierend. Da es eine Fülle von Geschichten und Deutungen über ihn gibt, und ebenso viele Bücher, kann ich in diesem Rahmen nicht auf alle Feinheiten eingehen. Wer tiefer einsteigen möchte, dem seien diese exzellenten Bücher empfohlen: „Chiron, Heiler und Botschafter des Kosmos“ von Melanie Reinhart, und „Chiron“ von Barbara Clow.


Chirons Bahnverlauf verbindet Saturn mit Uranus, und er braucht etwa 50 Jahre für einen Umlauf. Er zeigt uns den Heilungsweg heraus aus der alten Welt, hinein in das neue grenzüberschreitende Denken. Dort, wo Chiron im Radix steht, ist unsere größte Wunde, die es zu heilen gilt, und wir lernen dies mit der Annahme des Schmerzes, indem wir unser Herz wirklich öffnen und dem Schmerz all unsere Liebe zuteilwerden lassen.


Chiron war der Anführer der Kentauren/Zentauren, einer wilden Horde von Wesen, halb Mensch, halb Pferd, die im Norden Griechenlands zuhause waren. Sie galten als notorisch aufsässig und wollüstig, und waren dauernd in Kriege mit ihrem Nachbarvolk, den Laphiten verwickelt. Diese wiederum waren ihrem Temperament nach das genaue Gegenteil, und so finden wir in beiden die Gegensätze zwischen wilden, ungezügelten Instinkten und eines eher kontrollierten Verhaltens. Chiron konnte diese Gegensätze in sich vereinen.


Allein die Herkunftsgeschichte von Chiron ist ein einziges Drama. In den meisten Überlieferungen wird Saturn/Kronos als sein Vater angegeben. Kronos verliebte sich in die Nymphe Philyra, die aber floh vor ihm, und verwandelte sich in eine Stute, um ihm zu entkommen. Kronos täuschte sie jedoch, indem er sich in einen Hengst verwandelte, so konnte er sich mit ihr vereinigen.


Aus ihrer Verbindung ging ein Kind hervor: Chiron, der Kentaur/Zentaur, der den Körper und die Läufe eines Pferdes und den Torso eines Menschen hatte. Als Philyra das Kind sah, war sie so entsetzt, dass sie die Götter bat, sie in ein anderes Wesen zu verwandeln. Die Götter erfüllten ihre Bitte, und gaben ihr die Gestalt einer Linde. Die Mutter finden wir im Krebs- Mond, eine wissende Nymphe, denn sie stand eng in Verbindung mit Sirius. Doch fühlte sie sich verraten, vergewaltigt und beschmutzt. Dies war tragisch für Mutter und Kind gleichermaßen.


Der verwaiste Chiron wurde von Apollo gefunden, der sein Ziehvater wurde und ihn viele Dinge lehrte. Der Asteroid Apollo steht in genauer Konjunktion mit Saturn; ein deutlicher Hinweis, dass Apollo die Erziehung übernahm, ist auch daran zu sehen, dass Chiron mit ihm im sehr guten Einverständnis war. Der Erzeuger Kronos wird mehr von der Sonne repräsentiert, an ihrer Aspektstruktur sehen wir nicht nur die plötzliche Handlungsweise, sondern auch die List und den Verrat, den er beging. Doch wurden damit auch eindeutig die göttlichen Gesetze übertreten und verletzt.


Hier lässt sich noch ein anderer Hintergrund vermuten, denn dieser Mythos hat wahrscheinlich mit den Experimenten in Atlantis zu tun, wie einigen Botschaften-Quellen zu entnehmen ist. Dort wurden gentechnische Manipulationen vorgenommen, indem man zwei

so unterschiedliche Wesen wie Mensch und Pferd zu einem veränderte, wie auch mit anderen Wesen. Wir können nur erahnen, welchen tiefen Konflikten Chiron ausgesetzt war: Nicht nur, dass er sich weder als Mensch noch als Pferd empfinden konnte; sondern er wurde praktisch von beiden Eltern abgelehnt und im Stich gelassen, außerdem trägt er die ganze väterliche Verratsgeschichte in sich. Diese hat noch mehr Hintergrund, denn Kronos hatte seinen Vater Uranus entmannt, was ebenso hinterhältig geschah und einen Verrat am Vater bzw. am männlichen Prinzip darstellte. Chiron trägt hier das Ungelöste seiner männlichen Vorfahren, und hat deshalb auch ein schwaches Vaterbild.


Er selbst fühlt sich allein gelassen und verraten, außerdem fühlt er sich nirgends wirklich zugehörig. Er ist ein Zwitterwesen, das durch seine Erfahrungen ein starkes Gerechtigkeitsgefühl entwickelt hat. Als künstliches Wesen erschaffen, aber doch sehr lebendig und instinktiv, führten ihn die Lehren Apollos in eine für ihn erträgliche Lebensweise. Chiron ergründete das Wissen in ganzer Tiefe, und fand sich selbst in der Rolle des Lehrers und Heilers, indem er seinen Zorn integrierte und diese Energie in die Kampfkunst kanalisierte.


Sein Wissen über die Heilkunst half ihm bei der seelischen Verarbeitung, an der ihm sehr viel lag, um in ein inneres Gleichgewicht zu kommen. Auch hat er gelernt, sich auf seine eigene Wahrnehmung zu verlassen, denn an wem hätte er sich orientieren sollen? Ebenso zeigte ihm Apollon/Saturn, dass er auf sein Gefühl hören müsse. Immer wenn es um Heilung geht, spielt Chiron also eine wesentliche Rolle, insbesondere ist er den alternativen Heilweisen zugehörig. Deshalb haben Heilpraktiker so oft eine Sonne-Chiron Verbindung. Es gibt sicher keinen Schmerz, der Chiron fremd wäre – er kennt ihn durch und durch. Doch indem er lernte, sich selbst zu finden und zu leben, seine individuelle seelische Eigenart, fand er im Außen auch Anerkennung, was seinen Selbstwert stärkte. Die Tiefe der Liebe faszinierte ihn, und er suchte sie in ihrer absoluten Reinheit, die er mit seiner Frau Chariklo fand.


Und doch hatte er etwas aus seinem großen Schmerzpaket nicht heilen können. Denn bei einem Lehrkampf wurde Chiron am Fuß verwundet, und diese Wunde konnte er nicht heilen. Vielleicht war er an ein altes Versprechen gebunden, welches die Heilung nicht ermöglichte. Wahrscheinlicher aber ist, dass er seine instinktive Seite (Mars) zu sehr unterdrückt hat, die sich nun in Form der Verletzung gegen ihn richtete. Indem er nun ständig nach Heilung für sich suchte, wurde seine Fähigkeit, anderen zu helfen vergrößert.


Schließlich wurde Chiron von seinem Leiden erlöst, indem er mit Prometheus das Schicksal tauschte. Dieser hatte das Feuer von den Göttern gestohlen, um es den Menschen zu

bringen. Dafür wurde er an einen Felsen geschmiedet, wo ihm täglich von einem Adler die Leber gefressen wurde. Zeus bestimmte, dass Prometheus nur von seinem Leiden erlöst werden könnte, wenn ein Unsterblicher sich einverstanden erklärte, an seiner Stelle in den Hades zu gehen und auf seine Unsterblichkeit verzichtete.


Hier kommen wir in Berührung mit Chirons Mitgefühl und Erlösungskraft, denn er verfügte über bedingungslose Liebe zu anderen Wesen, die er befreien wollte. Das zeigt uns, wie groß die Möglichkeit ist, den eigenen Schmerz anzunehmen, um daran zu wachsen und bedingungsloses Mitgefühl für andere zu empfinden, die in ihrem Leid steckengeblieben sind. Chiron schenkt ihm sein Leben, was ihm Befreiung bedeutet. Nach neun Tagen setzte ihn Zeus zur Anerkennung als Schütze-Sternbild an den Himmel, nun doch für die Nachwelt unsterblich. Chirons Sehnsucht nach Erlösung war sehr stark, aber er wollte die Erlösung nie nur für sich, sondern für alle. Und in seinem Bestreben nach Bewusstheit und Heilung entschied er sich – im Gegensatz zu seinen Ahnen – für eine göttliche Handlung, die ihn zutiefst menschlich werden ließ.


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